Warum berichten große Unternehmen das Thema IT-Security direkt an die Geschäftsführung?
Immer häufiger werdende Cyberattacken haben in den letzten Monaten ganze Produktionswerke, aber auch immer wieder Flughäfen und Behörden außer Betrieb gesetzt. Eine einfache 3-Satz-Rechnung, in der der entstandene Schaden gegen den Aufwand für Sicherheitsmaßnahmen gegenüberstellt ist, zeigt, dass sich der Aufwand und die Awareness lohnen!
Cyberangriffe auf den deutschen Mittelstand nehmen stark zu. Es waren laut Bitkom 2024 rund 75 % der KMU betroffen, wobei die Dunkelziffer hoch ist. Jedes dritte Unternehmen wurde in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal angegriffen, oft durch Phishing. Angreifer sindprofessionalisiert, und die Schäden sind erheblich, mit Kosten von oft mehreren hunderttausend Euro pro Vorfall.
Zahlen und Fakten:
- Hohe Betroffenheit: Etwa 75 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland wurden 2024 Opfer von Cyberangriffen, so der Digitalverband Bitkom.
- Häufigste Angriffsart: Phishing ist die größte Bedrohung, gefolgt von Ransomware, die Daten verschlüsselt, um Lösegeld zu erpressen.
- Häufigkeit: Alle drei Minuten registriert der Verfassungsschutz einen Cyberangriff auf ein Unternehmen in Deutschland, mit einer Tendenz steigend.
- Durchschnittliche Kosten: Ein Angriff kann Folgekosten von 200.000 bis 300.000 Euro verursachen, aber auch deutlich höhere Schäden sind möglich.
Warum ist der Mittelstand besonders betroffen?
- Schwache IT-Sicherheit: KMU haben oft weniger Ressourcen und Schwachstellen in ihrer IT-Sicherheit als Großkonzerne.
- Geringere Abwehrbereitschaft: Viele kleinere Firmen haben noch keinen umfassenden Sicherheitsplan.
- Cyberkriminalität als Geschäftsmodell: Angreifer professionalisieren sich, was auch den Mittelstand als lohnendes Ziel macht, so Mittelstand Digital.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Mittelstand ist ein Hauptziel für Cyberkriminelle, da er oft weniger geschützt ist, aber dennoch wertvolle Daten und Prozesse besitzt, die erpressbar machen.
Die 6 Sofortmaßnahmen für KMU-Entscheider:
1. Passwort-Strategie: Keine Standard-Passwörter, sondern klare Regeln und Multi-Faktor-Authentifizierung.
2. Backups: Regelmäßig, automatisiert und extern gespeichert
3. Updates: Software und Systeme konsequent aktuell halten.
4. Netzwerksegmentierung: bei der Trennung von IT und OT wird das Produktionsnetzwerk vom Büronetzwerk isoliert. Durch konsequente Absicherung des Firmen-internen IT-Netzwerkes nach außen durch beispielsweise Firewalls können Datenflüsse überwacht werden.
5. Awareness: Mitarbeiter regelmäßig sensibilisieren – Phishing ist die größte Gefahr. Damit erkennen Mitarbeiter sofort gefälschte E-Mails und melden sie sofort.
6. Notfallplan: Wer vorbereitet ist, reagiert schneller und minimiert Schäden. Beim Angriff werden die IT-Experten und -Dienstleister sofort informiert und die Produktion kann geregelt heruntergefahren werden. 6. Externe Sicherheitsprüfung: durch Sicherheits-Audits und sogenannte Penetrationstests können Sicherheitslücken aufgedeckt werden.
Welchen IT-Dienstleister ziehe ich hinzu?
Der Markt im Bereich Cyber-Security wächst täglich. Angefangen bei spezialisierten Unternehmen, die beispielsweise das Thema Mails oder Berechtigungen im Fokus haben, gibt es generalistische Anbieter, die über Wissen in allen IT-Bereichen verfügen. Auch hinsichtlich der angebotenen Preise gibt es derzeit sehr große Unterschiede.
Wir empfehlen Ihnen als leichten Einstieg in die Materie Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Link.
Fazit: IT-Security ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens. Wer heute handelt, spart morgen Krisenkosten.